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Reisen mit dem Auto
Unterkategorie: Sicherheit
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Diebstahlgefahr
Es sollte nicht das neuste Modell eines westlichen Fabrikats sein, mit dem man sich auf die Reise macht. Autos westlichen Typs älteren Baujahrs sind hingegen gerade im Westen des Landes bis etwa zur Höhe von Moskau keine Seltenheit und man fährt mit einem älteren Modell nicht das begehrenswerteste Diebstahlobjekt weit und breit spazieren. Allerdings sollte man sich sich damit abfinden, abseits der straßen nach Moskau und Sankt Petersburg nur wenigen anderen Autos mit westlichen Kennzeichnen zu begegnen.

Vom Parken auf unbewachten Parkplätzen, vor allem längere Zeit oder unter Verlassen des Fahrzeugs, ist dennoch in jedem Fall abzuraten. Hier soll nichts beschönigt werden, das Diebstahlrisiko IST höher als in Deutschland. Hotels verfügen meist über bewachte und gut gesicherte Parkplätze. Wenn man vor der Reise buchen will, was teurer ist (v.a. wenn man russische oder russisch wirkende Mitfahrer hat), kann man das Vorhandenseins eines solchen Services auch erfragen.

Will einen jemand (außer der Polizei, die übrigens seit kurzem auch in Russland so heißt, vorher Miliz) herauswinken, vor allem in abgelegeneren Gegenden, sollte man weiterfahren. Allein reisende Frauen sollten in jedem Fall auch während der Fahrt in solchen Gegenden die Tür verriegelt lassen. Allerdings sollte man sich, wenn man die großen Hauptverbindungsrouten zwischen Metropolen nicht verlässt, auch nicht zuviel Gedanken machen, da nicht hinter jedem Busch die Russenmafia steht, auch wenn viele, die noch nicht in Russland waren, das denken. Aber halt eben auch nur die. Die allgemeine Fahrt relativiert sich innerhalb des Landes, wenn man sich an die Sicherheitstipps hält, schnell.

Bewachte Parkplätze gibt es überall an Hauptstraßen (Awtostoljankas) und sie sind oft mit speziellen Hinweisschildern gekennzeichnet, allerdings oft auch nicht und nur am Wärterhäuschen und Zaun zu erkennen. Die Sicherheit solcher Parkplätze schwankt zwischen lasch und Fort Knox.

Sicherheitstipps
Autoreisen in Russland sind nichts für unerfahrene Russland-Urlauber, unerfahrene Autofahrer und auch nichts für gerade-mal-los-Fahrer, es bedarf umfassender Vorabplanung. Angesichts der Kriminalität und des eigenen westlichen Kennzeichens sollte man nicht nachts auf Nebenstrecken fahren. Nachts fahren ist auch gefährlich aufgrund unbeleuchteter russischer Radfahrer und Fußgänger bis hin zur Autobahn. Man sollte nie auf der Strecke im Auto übernachten, außer auf speziell dafür vorgesehenen bewachten Parkplätzen. Sollte man gezwungenermaßen doch an der Strecke übernachten müssen, empfielt sich die Nähe bewohnter Häuser, aber auf jeden Fall abseits von größeren Städten.

Lebensmittel, Getränke voller Reserve- und Wasserkannister müssen immer an Bord sein. Bei Reparaturen in Werkstätten sollte man immer anwesend bleiben und das gerade reparierte Auto nicht alleine lassen.

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Unfälle
Bei Unfällen gilt folgender Verhaltenstipp: Wagen so stehen lassen, wie er nach dem Crash steht und sofort die Polizei holen. Diese Regel wird auch von allen Einheimischen befolgt, selbst wenn sie endlose Staus auf vielbefahrenen Straßen zur Folge hat (danke an Eliane für die Infos).

Handy-Sicherheit
So mancher kommt vielleicht auf die Idee, bei längeren Fahrten überland ein russisches Handy zu erwerben, um im Notfall Hilfe holen zu können. Die russischen Handynetze wurden seit dem Millennium stark ausgebaut. Etwa seit Mitte des ersten Jahrzehnts gibt es entlang der Magistralen fast überall Netz. In Sibirien oder anderen entlegenen ländlichen Gegenden gibt es jedoch weiterhin riesige Löcher in den Netzen der Betreiber. Auch mobiles Internet wird via Handynetz angeboten. UMTS-Verbindungen sind jedoch außerhalb größerer Städten selten. Dort gekaufte Surfsticks funktionieren nur in Russland und nicht in den anderen GUS-Staaten. Surfsticks gibt es in jedem größeren Computergeschäft.

Eine Unsitte ist auf dem Rückzug, aber noch nicht ausgestorben: Man kann mit vielen Anbietern nur in der eigenen Region (Republik/Oblast) ohne das Abdrücken von Rooming-Gebühren telefonieren. Hier tut Information Not. Am einfachsten ist es, als offiziellen Käfer für ein Prepaid-Handy einen Einheimischen anzugeben.

Grenzformalitäten
Man hört und liest viel - über die Grenzübergänge von und nach der Ukraine, Weißrussland und Russland - und über Polizeikontrollen innerlands etwa auf Transitstrecken. Die unterschiedlichsten Erfahrungen haben hier Westreisende vor allem in der Ukraine und Weißrussland bereits gemacht und wer Nummer sicher gehen will, reist am besten via Finnland oder die baltischen Staaten (mehr zu Autofahrten in Transitstaaten hier). Dort gibt es inzwischen nicht mehr mehr oder weniger Probleme als bei Autoreisen in Mitteleuropa. An der russichen Grenze sind die Erfahrungen von Reisenden im Schnitt positiver und offensichtlich unberechtigtes Kassieren wird kaum beobachtet. Hier ein paar Daten aus erster Hand von Reisenden, was sie an den Grenzübergängen so löhnen sollten:

WeißRussland: 35 US$ für PKW, für LKW bis 10 t 70 US$, für größere LKW 120 US$; jeweils + ´Ökosteuer´ 10 US$; Belarus zu umfahren ist mit westlichem Kennzeichen immer eine Überlegung wert
Russland: per PKW keine Gebühr mehr, wenn die Grüne Karte für Russland gilt. Ansonsten eine Grenzversicherung für etwa 40 Euro (Erfahrung 2009)
Ukraine: Unterschiedliche Erfahrungen zuletzt 2009 (Hinreise ohne Gebühr, Rückreise dann plötzlich mit etwa 20 Euro Transitgebühr)

Wer laut Zöllner aufgefordert wird, wesentlich mehr zu zahlen, sollte sich zu dessen Vorgesetzten bringen lassen oder auch ruhig mal eine Diskussion anfangen. Es half in mehreren belegten Fällen, Zölle oder Strafen um 75-90% zu verringern, eine der beiden Methoden anzuwenden. Die o.g. Zölle müssen jedoch auf jeden Fall entrichtet werden. Während in Weißrussland viel über Abzockerei an der Grenze direkt zu lesen ist (siehe auch Moskau-Online-Reisetipps im Linkverzeichnis Land&Leute), scheint die amtliche Ausplünderung Reisender in der Ukraine an der Grenze nachgelassen zu haben. Grenzschlepper, die einen für 10 Euro schnell und problemlos über die Grenze bringen wollen, sind überflüssig und reine Bauernfänger. Mit ihnen geht es nicht mehr und nicht weniger schnell als ohne sie.

Worauf man sich an allen Grenzübergängen der GUS-außengrenze einstellen muss, sind lange Wartezeiten bei der Einreise, selbst für PKW bis zu 5 Stunden. An den EU-Außengrenzen bei der Einreise sind in Extremfällen bis zu 12 Stunden Wartezeit möglick, wegen der groß angelegten Zigarettenkontrollen von Polen & Co.. Man durchläuft bei der Einreise in Osteuropa oft einen wahren Marathon zwischen 5-8 Kontrollposten, Schreibstuben und Autoschaltern. Man erhält bei der Einreise stets ein Papier, das belegt, dass man sein Fahrzeug nur zeitweise einführt. Man sollte es gut aufheben und bei Dokumentkontrollen der Militja (s.u.) unaufgefordert mit Führerschein und Fahrzeugpapieren (´passport maschina´) vorzeigen. Innerlands ist es vor allem wichtig, sich strikt an die Verkehrsregeln, v.a. Überholverbote und Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten, um keine Strafzettel mit ´Westaufschlag´ zu riskieren.

Zwischen Weißrussland und Russland gibt es abseits von den Hauptstrecken keine Grenzkontrollen. Besitzt man nur ein russisches Visum, sollte man immer aufpassen, nicht auf weißrussisches Gebiet zu gelangen, da man dort verhaftet werden kann.

Milizija - die Polizei
Die Polizei (bis vor kurzem Milizia) genießt in Russland bei inländischen Autofahrern keinen guten Ruf. Nach Angaben aller uns bekannten russischen Autofahrer würde vor allem da kontrolliert, wo Regeln zweifelhaft seien und sich viel Geld mit Strafen machen ließe. Eigene Erfahrungen bestätigen das leider. Diese würden die Polizisten teilweise zur Aufbesserung ihres Gehalts in die eigene Tasche stecken. So die herrschende Meinung der russischen Bevölkerung. Man erhält für Strafen auf jeden Fall oft keine Quittung. Vor Verkehrskontrollen warnen sich russische Autofahrer gegenseitig konsequent mit Lichthupe.

Neben Verkehrskontrollen ähnlich wie in Deutschland gibt es noch Dokumentkontrollen, v.a. bei der Einfahrt in große Städte und über Regionalgrenzen. Wenn die Papiere stimmen, hat man hier nichts zu befürchten. Diese Form der Kontrollen war früher sehr häufig, hat aber in den letzten Jahren nachgelassen, da einige der entsprechenden Kontrollposten geschlossen wurden.

Nach Informationen einer in Sibirien beheimateten Deutschen darf die Milizija nur maximal 100 Rubel Strafe ohne richterliche Anordnung kassieren. Aber wer will seinen Führerschein schon bis zu einer richterlichen Anordnung erst mal deponieren - damit arbeitet die Miliz aktiv - sofort zahlen, sofort weiter fahren. Sie kassiert selbstverständlich von Ausländern oft mehr. Die Zuschläge können ein Mehrfaches betragen und sind das wahre große Ärgernis für das Autofahren in Russland. Hier kann jeder selbst entscheiden, ob er eine Diskussion anfangen will oder es lieber lassen. Unser Tipp: Sollte sich der Aufpreis im Rahmen halten, lasst es, ansonsten kann man auch feilschen, wenn man das gut beherrscht (inkl. der russischen Sprache). Auch in Russland herrscht mittlerweile Gurtpflicht und deren Einhaltung wird kontrolliert - ebenso wie das Verbot des Handytelefonats am Steuer.


Die Alkoholpistole - mit dieser ist auf Russlands Straßen ab 2010 zu rechnen

Verkehrssitten
Aufgrund eigener Erfahrungen können wir hier nur eins feststellen: Viele Russen fahren wie die Verrückten (einen netten Zusammenschnitt von Unfällen aus Moskau, die daraus folgten, gibt es hier). Auf schlechten Straßen wird gebrettert, was das Auto hergibt - was bei den Besitzern westlicher Autos zu unerahnbaren Manövern führt. Insbesondere beim Überholen ist die Risikobereitschaft noch um einiges höher, als in Deutschland und dieser Fahrstil macht russische straßen nicht ungefährlich. In Städten ab 500.000 Einwohner herrscht ein nur mit Metropolen wie Rom oder Paris vergleichbares fließendes Chaos.

Aufgrunddessen sind die Verkehrskontrollen der Polizei an sich angebracht. Fast alles von dem, was hier für Russland gesagt wurde, gilt auch für die Ukraine oder Weißrussland. Teilweise auch verstärkt, wegen der durchschnittlich höheren Anzahl westlicher Autos im Vergleich z.B. zu den Gegenden Russlands v.a. hinter Moskau.

Autoreisen mit Kindern
Es gibt in Russland seit wenigen Jahren eine Pflicht zur Benutzung eines Kindersitzes, sie wird aber von kaum jemandem eingehalten. Kinder fahren nur dann hinten mit, wenn vorne schon zwei Erwachsene sitzen - und dann auch nicht immer.

Schon aus Verantwortungsgefühl gegenüber seinem Nachwuchs sollte man jedoch seinen heimischen Kindersitz in jedem Fall auch bei Fahrten in Russland nutzen - nicht zuletzt wegen der oft rauhen Verkehrssitten. Ein anderer Grund ist die offizielle Pflicht und die Tatsache, dass man der Miliz nie einen Vorwand zum abkassieren geben sollte. Man sollte auch nicht vergessen, dass Kindersitze wohl deswegen in Russland solche Raritäten sind, da sie mit ihren Preisen für einen russischen Durchschnittsverdiener - und auch Über-Durchschnittsverdiener - unerschwinglich sind.

Russische Autotypen
Schiguli
Schiguli Baujahr 2004 (!)
Wer mit dem Auto durch Russland reist, tut das sehr oft nicht etwa mit dem eigenen, sondern als Mitfahrer bei Einheimischen. Auf verschiedene Sachen sollte man sich einstellen:

Die auch in Deutschland erhältlichen Lada-Modelle, die gerade noch so mit Autos westlicher Bauart mithalten können, sind auch und vor allem in Punkto Sicherheit der obere Rand im Spektrum des russischen Autobaus. Die meisten übrigen Modelle wirken wie alte Italiener. Selten geworden sind solche typischen Ost-Autos nur in Moskau, Sankt Petersburg, Russisch Fernost sowie in der Kaliningrad-Region. Dort fahren die meisten Leute West-Autos, Japaner (v.a. in Fernost) oder neuere Ladas, notfalls uralte Gebrauchtwagen aus den 80er Jahren. Immer häfiger werden in Russland modern wirkende Omnibusse und LKWs im Westen recht unbekannt klingender Marken, die in China gebaut werden.

Für den osteuropäischen Markt werden in RUssland noch immer massenweise Modelle produziert, die in der Ausstattung und Verarbeitung nicht dem westlichen Standart entsprechen. Also kein Airbags, keine Gurte hinten usw., wobei die Anschnallpficht vorne - im Gegensatz zu vor fünf Jahren, nun mehr beachtet wird. Da noch dazu die meisten herumfahrenden Autos nicht unbedingt fabrikneu sind, ist das selbst fahren russischer Inlandsautos auf russischen Straßen nur etwas für geübte Fahrer. Gekauft werde die russischen Einfachmodelle übrigens von den Einheimischen fast ausschließlich aufgrund der eigenen beschränkten Finanzen, der Preis eines neuen Russen ist auch von den billigsten Westautos unschlagbar. Einige russischen Marken stehen trotzdem kurz vor der Pleite, aber andere

St. Petersburg



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